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Wenn´s im Hals brennt

Wenn die Stimme wegbleibt und Schlucken zur Qual wird, dann ist im wahrsten Sinne des Wortes „Feuer am Dach“, sprich im Hals. Der Leidensdruck ist groß und schnelle, am besten sofortige Hilfe der dringlichste Wunsch. Präparate mit lokalbetäubenden Wirkstoffen sind bei derart schmerzhaften akuten Beschwerden das Mittel der Wahl. Darüber hinaus stehen zahlreiche Mittel zur Regeneration der angegriffenen Schleimhäute zur Verfügung, welche für eine rasche Erholung und Heilung Schleimhäute sorgen.
Halsschmerzen sind meist die Vorboten einer nahenden Erkältung, wobei Kinder im Schnitt etwa 5-mal häufiger daran erkranken als Erwachsene. Treten Halsbeschwerden isoliert auf, so kommen Viren und Bakterien gleichermaßen als Übeltäter in Frage wie z. B. das Epstein-Barr-Virus beim Pfeifferschen Drüsenfieber oder die für den Scharlach verantwortlichen Streptokokken. Wer seine Stimme beim Singen oder vielen Sprechen über Gebühr beansprucht, kann ebenso unter Schmerzen und Stimmverlust leiden wie jemand, dessen Atemwege durch Rauch, Feinstaub oder zu trockene Raumluft gereizt sind.

Bei erkältungsbedingten Halsschmerzen steht meist die Entzündung im Vordergrund. Die Schleimhäute sind gerötet und schwellen im Hals- und Rachenbereich deutlich an, die Schluckbeschwerden steigern sich von einem leichten Kratzen bis hin zu massiven Schmerzen, welche auch ausstrahlen können. Je nachdem, welche Region betroffen ist, unterscheidet man zwischen Rachen-, Kehlkopf- oder Stimmband- bzw. Mandelentzündung. Zeigen sich auf den Mandeln weiße Beläge bzw. leidet der Patient unter hohem Fieber, so ist eine ärztliche Behandlung anzuraten.

Kleinkinder können Halsschmerzen im Rahmen einer Erkältung manchmal nicht benennen und leiden oftmals still vor sich hin. Wenn Kinder jedoch sogar den Lieblingspudding oder den Gute Nacht-Kakao verweigern, schlecht schlafen und unruhig sind, dann sollte ein Kinderarzt zu Rate gezogen werden.
Einpacken und Tee trinken
Entzündete Schleimhaut muss entlastet und gepflegt werden, daher gehören Tipps wie Warmhalten des Halses, ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit und Stimmschonung zu den Erstmassnahmen, welche unbedingt befolgt werden sollten. Dabei leisten neben einem Wollschal oder einem Seidentuch auch spezielle Wärmeschals aus der Apotheke gute Dienste, welche in der Mikrowelle erwärmt und mit einem Klettverschluss eng an den Hals angelegt werden können. Teezubereitungen eignen sich am besten, um ausreichend Flüssigkeit zuzuführen und den Hals zu wärmen. Pflanzliche Arzneidrogen wie Salbei, Eibisch, Süßholzwurzel oder Käsepappel desinfizieren und hemmen das Bakterienwachstum und eignen sich auch hervorragend zum Gurgeln und Spülen. Stimmschonung bedeutet wenig oder gar nicht zu sprechen, verboten hingegen ist Flüstern und ständiges Räuspern – dabei werden die Stimmlippen zusätzlich stark beansprucht.
Lutschen, Sprühen und Gurgeln
Zur Selbstmedikation steht eine breite Palette an Halssprays, Lutschpastillen und Gurgellösungen mit den unterschiedlichsten Inhaltsstoffen zur Verfügung. Lokalbetäubende Präparate eignen sich gut bei akuten Beschwerden und nehmen rasch den Schmerz, nicht jedoch die auslösende Entzündung. Um diese zu bekämpfen, braucht es so genannte nichtsteroidale Schmerzmittel (NSAR) wie das lokal anzuwendende Flurbiprofen oder bei stärkeren Schmerzen bzw. Kindern mit Fieber oder Kleinkindern, welche noch nicht lutschen können, beispielsweise Ibuprofen in Form von Tabletten oder Säften zum Einnehmen. Halsschmerzpräparate mit desinfizierenden Wirkstoffen wiederum verringern die Anzahl der Keime im Rachen, verhindern deren Ausbreitung in Richtung Atemwege und wirken so ebenfalls einer Entzündung entgegen.

Ätherische Öle wie Thymian, Eukalyptus sowie Fenchel punkten durch ihre entzündungshemmenden und schleimlösenden Eigenschaften, regen besonders in Kombination mit der Primelwurzel den Speichelfluss an und tragen so zur
Regeneration bei. Schleimdrogen wie Malve, Isländisch Moos und Eibischwurzel legen sich wie ein Schutzfilm über die angegriffenen Schleimhäute und befeuchten sie.

Apropos Befeuchten – die Hyaluronsäure, bestens bekannt aus Medizin und Kosmetik, darf auch hier nicht fehlen. Mit ihren guten feuchtigkeitsbindenden Eigenschaften ist sie ein beliebter Bestandteil in Lutschpastillen gegen Halskratzen und Stimmprobleme und somit unentbehrlich für Sänger und Vielredner.
Nicht nur für Kinder
Die Schüßler Salze 3,4,9 und 12 werden ebenso gerne eingesetzt wie anthroposophische Zubereitungen oder homöopathische Präparate für Hals und Rachen. Bewährte Einzelmittel sind dabei u.a. Aconitum, Apis mellifica, Belladonna, Hepar sulfur oder Phytolacca, daneben stehen zahlreiche Kombinationspräparate in der Apotheke zur Verfügung und zeigen nicht nur bei Kindern rasche und sanfte Hilfe.
Quelle: DA - Die Apotheke November 2017
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