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Zeigen Sie grippalen Infekten die kalte Schulter

Werden die Tage, kürzer, kälter und feuchter, erkranken viele Österreicherinnen und Österreicher an einem grippalen Infekt. Mit Tipps aus Ihrer Apotheke kommen Sie gut über die Runden.
Erkältungen, grippale Infekte und Grippe – ein babylonisches Sprachgewirr: Plötzlich eintretendes, hohes Fieber mit Körpertemperaturen zwischen 39 und 40° C sowie starke Kopf-, Muskel und Gliederschmerzen beziehungsweise Schüttelfrost deuten auf eine echte Grippe (Influenza) hin. Weitere Symptome sind Atemwegs- und Kreislaufbeschwerden. Halsschmerzen, Schnupfen, Husten, Bronchitis oder entzündete Nasennebenhöhlen sprechen für einen grippalen Infekt, häufig auch Erkältung genannt.

Zwar lösen in beiden Fällen Viren das Krankheitsgeschehen aus, es handelt sich jedoch um unterschiedliche Arten. Influenzaviren führen zur echten Grippe. Ärzte raten Risikopatienten mit Vorerkrankungen, sich impfen zu lassen.

Grippale Infekte hingegen werden von mehr als 200 unterschiedlichen Viren ausgelöst. Eine Möglichkeit zur Immunisierung gibt es derzeit nicht. Die Erreger gelangen über feinste Tröpfchen, wie sie beim Niesen oder Husten entstehen, in die Luft und auf die Schleimhäute anderer Menschen. Insofern ist der Begriff „Erkältung” irreführend, da nicht niedrige Temperaturen zur Erkrankung führen, sondern Viren. Ob Kälte das Immunsystem negativ beeinflusst, haben Wissenschafter noch nicht zweifelsfrei geklärt.
Hygienetipps aus Ihrer Apotheke
Viele Infektionen sind vermeidbar, falls Sie einige Hygieneregeln befolgen:

Waschen Sie sich regelmäßig die Hände – inklusive aller Fingerzwischenräume und Fingerkuppen. Dafür reichen normale Seifen aus, Desinfektionsmittel sind nicht erforderlich. In Bus und Bahn schützt ein Schal, der bis über die Nase gezogen wird, vor Tröpfcheninfektionen. Falls Sie Handschuhe tragen, brauchen Sie bei der Berührung von Türklinken oder Schaltern keine Ansteckung zu befürchten. Und nicht zuletzt sollte der Kontakt zu erkrankten Mitmenschen, etwa durch Umarmen oder Händeschütteln, besser vermieden werden. Einmaltaschentücher sowie gründlich gereinigtes Geschirr verhindern die Ausbreitung von Erregern in Ihrer Familie.
Symptome individuell therapieren
Haben Sie sich trotzdem angesteckt, weiß Ihr Apotheker Rat. Generell sollten Sie viel trinken. Gegen Fieber und Kopfbeziehungsweise Gliederschmerzen haben sich die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen und Paracetamol bewährt. Bei Körpertemperaturen unter 38,5 °C, rektal bestimmt, muss das Fieber nicht zwangsläufig gesenkt werden. Ist die Nase verstopft, helfen abschwellende Sprays. Als natürliche Alternative bieten sich hypertone Kochsalzlösungen
an. Bei starken Halsschmerzen verschaffen Präparate mit Benzocain oder Lidocain durch ihre örtlich betäubende Wirkung rasch Linderung. Darüber hinaus wirkt Flurbiprofen, ein Arzneistoff aus der Gruppe der Nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), gegen Entzündungen und Schmerzen. Lutschtabletten und Gurgellösungen enthalten oft Antiseptika. Isländisch Moos befeuchtet die gereizten Schleimhäute zusätzlich. Leiden Sie unter trockenem, schmerzhaftem Reizhusten helfen Hustenstiller mit Eibisch. Bei Husten mit Schleimbildung ist eine andere Strategie erforderlich. Es gilt, den Schleim zu verflüssigen, sodass dieser besser abtransportiert werden kann. Häufig kommen Pflanzen mit ätherischen Ölen – Anis, Eukalyptus, Fenchel, Pfefferminze, Thymian – oder mit Saponinen – Efeublätter, Primel- oder Süßholzwurzeln – zum Einsatz (mehr zum Thema Husten >>> hier).

„Grippemittel”, also Kombinationspräparate, die mehrere Wirkstoffe enthalten, empfehlen Apotheker nur bedingt. Bei Patienten mit Vorerkrankungen können Ephedrin oder Antihistaminika möglicherweise den Blutdruck, den Herzrhythmus sowie den Blutzuckerspiegel negativ beeinflussen. Dann ist es besser, anhand Ihrer Symptome einzelne Medikamente gezielt auszuwählen. Fragen Sie dazu Ihren Apotheker!
Das können Sie tun, um Ihr Immunsystem zu stärken:
● Aktive Menschen erkranken seltener – bewährt hat sich Ausdauersport.
● Schlafen Sie ausreichend lange und achten Sie auf eine gute Ernährung.
● Kneipp-Anwendungen wie Wassertreten, Kniegüsse oder Trockenbürstenmassagen machen Sie widerstandsfähiger.
● Regelmäßige Saunagänge stärken das Immunsystem ebenfalls.
● Als Erkältungsprophylaxe sollten Präparate mit dem Sonnenhut (Echinacea purpurea) beziehungsweise mit der Taigawurzel (Eleutherococcus senticosus) eingenommen werden.
● Darüber hinaus raten Apotheker zu Nahrungsergänzungsmitteln, die Vitamine wie A, B6, B12, C, D, E, Folsäure sowie Zink, Eisen, Selen und Kupfer enthalten.
Ein Arztbesuch ist ratsam bei
● plötzlich einsetzenden schweren Krankheitssymptomen mit Fieber
● Beschwerden, die länger als zwei Wochen andauern,
● Beschwerden, die sich weiter verschlimmern,
● Kreislaufstörungen,
● Atembeschwerden
Quelle: DA-Die Apotheke Okt. 2016
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