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Nr. 23 Natrium bicarbonicum

Eine gesunde Lebensführung mit ausgewogener Ernährung, viel Flüssigkeit und Bewegung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für so genanntes »Well-Aging«, also Gesundheit und Wohlbefinden bis ins hohe Lebensalter.
Durch unseren Lebensstil sind wir maßgeblich daran beteiligt, ob wir in unserer zweiten Lebenshälfte fit und agil am Leben teilhaben können oder nicht. In den letzten Jahren ist der Säure-Basen-Haushalt unseres Stoffwechsels immer mehr ins Blickfeld des allgemeinen Interesses gerückt und eine steigende Zahl wissenschaftlicher Publikationen weist darauf hin, dass durch eine bereits latente Störung des Säure-Basen-Gleichgewichts zahlreiche, vor allem chronische Krankheiten mit verursacht und Alterungsprozesse beschleunigt werden können.

Altes Heilmittel
Bereits im 18.Jahrhundert wurde mit Natriumbicarbonat (auch Natriumhydrogencarbonat, doppeltkohlensaures Natron genannt) versucht, Gichtanfälle zu lindern. Auch so genannte »Natronkuren« bei Magenbeschwerden waren sehr beliebt. Am Beginn des 19. Jahrhunderts setzte man sich intensiver mit der Bedeutung von Natron als Badezusatz auseinander und empfahl Bäderkuren bei Magenbeschwerden.

Schüßler selbst hatte die Verwendung von kohlensaurem Natron als biochemisches Funktionsmittel abgelehnt – erst Anfang des 20. Jahrhunderts beschäftigten sich seine Nachfolger mit diesem Salz und etablierten Natrium bicarbonicum als die Nr. 23 der biochemischen Ergänzungsmittel. Heute findet doppeltkohlensaures Natron seine Anwendung auch in Mundwässern und Inhalationslösungen, Backpulver oder in Feuerlöschgeräten.
Säure-Basen-Haushalt
Ein ausgewogenes Verhältnis von Säuren und Basen ist für ein reibungsloses Funktionieren unseres Stoffwechsels von ursächlicher Bedeutung. Das Säure-Basen-Gleichgewicht ist entscheidend für die Struktur von Proteinen, die Durchlässigkeit von Membranen und für die Beschaffenheit und Funktion unseres Bindegewebes.

Im gut funktionierenden Stoffwechsel neutralisieren so genannte Puffersysteme kontinuierlich anfallende und mit der Nahrung von außen zugeführte Säuren und Basen und halten so die erforderlichen pH-Werte unseres Körpers, besonders den pH-Wert des Blutes konstant. Eine Entgleisung diese pH-Wertes – Blutacidose – würde unweigerlich den Tod bedeuten. Es ist jedoch die zeitlich vorgelagerte Übersäuerung des Bindegewebes, die das therapeutische Problem unserer Zeit darstellt und nach Meinung vieler Stoffwechselexperten gilt die Stabilisierung des Säure-Basenhaushalts des Bindegewebes als wichtige ernährungsmedizinische Maßnahme, um chronischen Erkrankungen vorzubeugen und therapeutisch zu begleiten.

Bei der Entstehung einer Übersäuerung handelt es sich um einen schleichenden Prozess, der sich am Beginn durch Störungen wie Sodbrennen, Magenbrennen, ständiger Müdigkeit und eingeschränkter Leistungsfähigkeit, aber auch Hautreaktionen bemerkbar macht und nach Jahren in der Manifestation chronischer Krankheiten enden kann. Dazu gehören vor allem Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, Osteoporose, Arteriosklerose, Harnsäureleiden, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und zahlreiche psychische Störungen.

Auch ein träger Stoffwechsel mit Störungen wie Übergewicht oder Fettleibigkeit weist auf Übersäuerung hin.

Eine begleitende Einnahme der Nr. 23 in Kombination mit bewährten, auf die einzelnen Krankheitsbilder abgestimmten Mischungen der Basissalze bietet sich somit an. Natrium bicarbonicum bindet bei übermäßiger Belastung unseres Zucker-, Fett- und Eiweißhaushalts die vermehrt entstehende Harnsäure und unterstützt die Wirkung der Nr. 9 Natrium phosphoricum besonders bei Rheuma und Gicht (+ 8 + 9 + 10 +11).

Auch Gallenbeschwerden, Durchfälle und Schwangerschaftserbrechen sprechen gut auf Gaben der Nr. 23 an.
Starke Knochen und Sport
Jahrelange Übersäuerung und Fehlernährung zwingt unseren Körper dazu, seinen Mineralstoffbedarf selbst zu decken. Dazu bedient er sich seines größten Speichers, des Skeletts, aus dem Mineralstoffe herausgelöst werden –Osteoporose kann die Folge sein. Die Anwendung der Nr. 23 in Osteoporosemischungen (siehe auch Salz Nr. 22) kann wesentlich zum Schutz unserer Knochen beitragen.

Auch Sportler achten zunehmend auf einen ausgewogenen Säure-Basen-Haushalt. Besonders bei abnehmender Leistungsfähigkeit und Ausdauer, mangelnder Regenerationsfähigkeit oder zunehmenden Muskelkrämpfen, aber auch zur Vorbeugung von Übersäuerung durch sportliche Höchstleistungen eignet sich eine kurmäßige Einnahme der Nr. 23 als Zusatz zu individuellen »Sportlermischungen«.
Hautprobleme
Unsere Haut spiegelt die Funktion unserer Ausscheidungsorgane wieder. Da die Nr. 23 die Säureausscheidung unseres Stoffwechsels unterstützt, empfiehlt sich sowohl eine innerliche als auch äußerliche Anwendung dieses Funktionsmittels bei juckenden Ausschlägen oder Ekzemen.

Basische Bäder entlasten zusätzlich unsere Ausscheidungsorgane. Dazu wird vorwiegend unpotenziertes Natron verwendet, durch dessen Zusatz der pH-Wert des Badewassers in den basischen Bereich geschoben wird. Durch den jetzt bestehenden pH-Unterschied zwischen Körper und Badewasser wird unser Stoffwechsel förmlich gezwungen, vermehrt Säuren auszuscheiden. Die Badedauer sollte cirka 20 Minuten bei 35 bis 38° Celsius betragen, mehrmaliges sanftes Abbürsten und anschließendes Nachruhen sollten nicht fehlen.

Ein angenehmes Gefühl von glatter, weicher Haut stellt sich als »Nebenwirkung « ein.
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