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Nr. 6 Kalium sulfuricum D6

Wenn akute Krankheitszustände in chronische übergehen oder das so genannte dritte Entzündungsstadium – eitrig schleimige Sekretion – erreichen, dann wird es Zeit für die Nr. 6 der Schüßler-Salze, Kalium sulfuricum oder auch Kaliumsulfat genannt.
Krankheitserreger oder Stoffwechselprodukte können nicht mehr ausgeschieden werden und beginnen sich in Verdauungstrakt, Haut oder Bindegewebe anzusammeln und abzulagern.

Damit wird Kalium sulfuricum zum Mittel der Wahl bei chronisch-eitrigen Schleimhautentzündungen wie Schleimhautkatarrh, Schnupfen, Sinusitis oder Bronchitis.
Gelb, braun und chronisch
Die klassischen Anzeichen eines Kaliumsulfat-Mangels lassen sich mit »gelb, braun und chronisch« am besten beschreiben. Bräunlich gelbe Flecken im Bereich der Augen oder Kinnpartie, die bei einem stärker ausgeprägten Mangel auch in Form eines A von der Nasenwurzel ausgehend über die Wangen bis zum Kinn hinunter dem gesamten Gesicht eine ockerfarbene Tönung verleihen können, deuten auf einen Mangel an Nr. 6 hin.

Milde, schleimige Absonderungen und klebrige Schuppen erscheinen genauso gelb wie ein Belag der Zunge, und auch die oft sehr hübschen Sommersprossen, Leber- und Altersflecken am Handrücken, viele Muttermale und Pigmentierungsstörungen wie Vitiligo verlangen nach Kaliumsulfat – die Neigung dazu liegt sehr oft in einer energetischen Schwäche der Leber begründet.
Das Lebermittel
Neben Bauchspeicheldrüse, Haut und Schleimhäute hat Kalium sulfuricum einen starken Bezug zu den Leberzellen, erkennbar an den gelbfarbenen Absonderungen.

Seine Rolle als Entgiftungsmittel verdankt die Nr. 6 seinem chemischen Aufbau: Durch den Schwefelanteil kurbelt es die Ausscheidung von Giften und Abfallprodukten über Haut und Leber an. Bei einer Ausleitungstherapie empfiehlt sich oftmals die Kombination der Nr. 6 mit der Nr. 10, dem Natrium sulfuricum, wenn es gilt, auch in den Körperflüssigkeiten mal »aufzuräumen«. Beste Einnahmezeit dabei wäre der späte Nachmittag.

Auch die Anwendung von warmen Leberwickeln ist empfehlenswert – ein mit ein wenig Wasser angerührter Brei aus Tabletten oder eine Salbe der Nr. 6 direkt auf die Haut aufgetragen, unterstützt dabei die anregende und entgiftende Wirkung.

Weiters wird Kalium sulfuricum von der Bauchspeicheldrüse bei der Insulinproduktion benötigt und hilft bei Verdauungsstörungen und Völlegefühl des Magens.
Haut und Schleimhaut
Als Stoffwechselregulator sorgt die Nr. 6 zusammen mit dem Eisen für die Sauerstoffaufnahme in die Zellen, wo dieser unter anderem für die Neubildung von Körperzellen benötigt wird. Auffällig zeigt sich daher bei einem Mangel ein verstärktes Sauerstoffbedürfnis, welches erklärt, warum sich das Befinden an der frischen, kühlen Luft bessert und verschlechtert, sobald der Patient sich in geschlossenen, warmen Räumen befindet.

Auch in der obersten Hautschicht ist das Kaliumsulfat zu finden, gemeinsam mit Calcium fluoratum (Nr. 1).

Die Nr. 6 gilt als das »Reparatursalz« und regt so unsere Schleimhauttätigkeit an. Dadurch fördert es Abschuppungsvorgänge, wie sie nach Kinderkrankheiten wie Masern, Röteln oder Scharlach entstehen. Auch hier gilt: wer unter chronischen Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder schuppenden Ekzemen leidet, sollte neben der Einnahme von Kalium sulfuricum mit Salbe oder Cremegel Nr. 6 seine Haut verwöhnen.

Die Verwendung als gutes Pflegemittel bei trockener Haut und zur Massage bei wandernden Schmerzen im Bereich von Nacken, Glieder und Rücken stellen weitere Einsatzbereiche dar.
»Sportlermischung«
Während die Nr. 3, das Eisenphosphat, besonders vor und während sportlicher Aktivitäten oder sonstiger körperlicher Anstrengungen die Sauerstoffversorgung der Körperzellen optimiert und so für Kraft und Energie sorgt, kümmert sich die Nr. 6 hauptsächlich um den reibungslosen Abtransport der dabei entstandenen Säuren und anderen Stoffwechselprodukten. Die Gabe von Kalium sulfuricum nach dem Sport und/oder einige Tabletten in einem warmen Vollbad aufgelöst, trägt wesentlich zur rascheren Regeneration der Muskulatur bei.
Suche nach dem Gleichgewicht
Der meist introvertierte Kalium sulfuricum-Mensch hat seine Mitte – noch – nicht gefunden. Oft schon seit der Kindheit in ein sehr angepasstes Leben gezwängt, ist er darauf bedacht, die Erwartungen der anderen zu erfüllen. Dabei vergisst er, sein eigenes Leben zu leben und verdrängt seine Bedürfnisse – zunehmende Aggression, aufgestauter Ärger und extreme Unausgeglichenheit in vielen Lebensbereichen können die Folge sein. Hier kann die ausleitende und reparierende Wirkung von Kalium sulfuricum helfen, den Spannungen Herr zu werden, zu lernen, der eigenen Identität Ausdruck zu verleihen und sich auf die wichtigen Dinge des Lebens zu besinnen.
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